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Die deutsche Seele (German Edition) Kindle Edition

4.5 4.5 out of 5 stars 79 ratings

Von Gemütlichkeit und Grundgesetz, von Abendbrot bis Zerrissenheit. Alles was deutsch ist.

So ein Buch hat es noch nicht gegeben. Zwei Autoren, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, erkunden liebevoll und kritisch, kenntnisreich und ohne Berührungsängste, was das eigentlich ist, die deutsche Seele. Sie spüren sie auf in so unterschiedlichen Begriffen wie »Abendbrot« und »Wanderlust«, »Männerchor« und »Fahrvergnügen«, »Abgrund« und »Zerrissenheit«. In sechzig Kapiteln entsteht auf diese Weise eine tiefgründige und facettenreiche Kulturgeschichte des Deutschen.

Alle Debatten über Deutschland landen am selben Punkt im Abseits: Darf man das überhaupt öffentlich sagen, etwas sei »deutsch« oder »typisch deutsch«? Kann man sich mit dem Deutschsein heute endlich versöhnen? Man muss es sogar, meinen Thea Dorn und Richard Wagner. Sie verspüren eine große Sehnsucht danach, das eigene Land wirklich kennen zu lernen, und machen Inventur in den Beständen der deutschen Seele. Ihr Buch ist eine erkenntnisreiche und unterhaltsame Reise an die Wurzeln unseres nationalen Erbes und geht durchaus ans Eingemachte. Obwohl es sich auch als Enzyklopädie lesen lässt, sind die Texte nicht aus nüchterner Distanz geschrieben. Auf diese Weise entstehen leidenschaftliche Plädoyers für bestimmte Merkmale des Deutschen, für ein damit verbundenes Lebensgefühl. Diese »Liebeserklärung« der Autoren ist ein sinnliches, reich bebildertes Buch, das die deutsche Seele einmal nicht seziert, sondern sie anspricht.

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Product details

  • ASIN ‏ : ‎ B007R7T0RS
  • Publisher ‏ : ‎ Albrecht Knaus Verlag (24 April 2012)
  • Language ‏ : ‎ German
  • File size ‏ : ‎ 15070 KB
  • Text-to-Speech ‏ : ‎ Enabled
  • Screen Reader ‏ : ‎ Supported
  • Enhanced typesetting ‏ : ‎ Enabled
  • X-Ray ‏ : ‎ Not Enabled
  • Word Wise ‏ : ‎ Not Enabled
  • Sticky notes ‏ : ‎ On Kindle Scribe
  • Print length ‏ : ‎ 561 pages
  • Customer reviews:
    4.5 4.5 out of 5 stars 79 ratings

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Thea Dorn
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Yvja
5.0 out of 5 stars Empfehlenswert
Reviewed in Germany on 24 January 2024
Fragt man sich als nicht Deutscher, wer und was die Deutschen sind, bekommt man hier vielleicht nicht die ‚ganze Antwort‘, aber man erhält tatsächlich einen Einblick in ihre ‚Seele’, resp. versteht ihre einerseits Tatkraft, anderseits ihre ‚Zögerlichkeit‘ besser
Forester
5.0 out of 5 stars A Book written by learned native Germans with LIVE knowledge of their own country.
Reviewed in the United States on 23 August 2019
This book is a cultural geo-history of contemporary Germany, which is a must read for every one of those with an interest in that country.
Valentina
5.0 out of 5 stars Eine echte "Reise in der deutschen Kultur"
Reviewed in Italy on 22 January 2016
Ein wundeschönes Buch für alle, die die sogenannte deutsche "unübersetzbare Wörter" und die deutsche Lebensart besser verstehen wollen. Es ist reich an interessante Informationen, alles ist sehr gut und deutlich beschrieben.
Postillion
5.0 out of 5 stars Sehr witzig-ironische Beschreibung mit Detailkenntnissen - unterhaltsam und leicht zu verstehen
Reviewed in Germany on 3 September 2022
Dieses schwere Buch hat sich dem noch schwerer wiegenden Zustand der Deutschen Seele angenommen. Dann kann man es abschnittweise doch leicht lesen, lächelt oder nickt und legt es bis zum nächsten Mal auf die Seite.
Einige Bemerkungen sind durchaus kritisch gemeint. Die Seelen, auch die deutschen, sind ambivalent und mehrdeutig tätig - so liefert das Buch ebensolche Ereignissabläufe aus dem deutschen Leben.
Schön ist die Umsicht, die von den Verfassern immer wieder das "Deutsche" mit dem "Fremden" in Beziehung setzten, tröstende bis entsetzte Verknüpfungen der angestrebten Lebensziele werden dabei sichtbar. Manches macht einen auch nachdenklich über die Heimat Deutschland und die Seelenverwandtschaft untereinander.
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StevenStone
4.0 out of 5 stars Deutsche Seelen
Reviewed in Germany on 31 October 2017
Auf der Suche nach nationaler Selbsterkenntnis wollte ich meine gewiss vorhandene deutsche Gründlichkeit nicht mit Borchmeyers 1000-Seitenwerk „Was ist deutsch?“ auf die Spitze treiben. So schien mir Thea Dorns und Richard Wagners „Die Deutsche Seele“ gerade recht und versprach mehr essayistische Kurzweil. Immerhin noch über 500 Seiten, aber strukturiert durch das Alphabet. (Fast) jedem Buchstaben ist ein Thema abgezweigt. Mal tiefschürfend wie „Kulturnation“, mal leicht geschürzt wie „Winnetou“.

Ach ja, die deutsche Seele ! Ein ergiebiges, gescheites Buch, aus dem man viel mitnehmen und lernen kann ohne sich, zumindest nicht in Thea Dorns Beiträgen, je die überflüssige Frage zu stellen, ob es ernst oder unterhaltend ist. Diese Frage treibt Richard Wagner um oder vielmehr die Kritik an ihrer angeblich ungebrochenen Dominanz im Kulturbetrieb. Was er da über den Lesegeschmack einer fiktiven Julia, von Ärzten und Anwälten und deren kulturschickes Gebaren vorstellt und mit einer kühnen antikapitalistischen Volte mit zweierlei Unverständnis derselben verbindet, nämlich mit dem für die Verwüstung ihrer Segelyachten und der Empfehlung eines Vampirromans – nun ja; beim Small Talk würde man jetzt versuchen, das Thema zu wechseln. Aber obwohl unter Ärzten und Anwälten, wir sind ja nicht auf einer Vernissage. Richard Wagner führt weiter aus. Über den französisch sprechenden Friedrich II., über den dichtenden Preußenherold Johann, Wilhelm, Ludwig Gleim und die deutsche Aufklärung „Lessing war an allen Aufklärungsfronten tätig, suchte schließlich die Macht des Wortes auf der Bühne zu nutzen, als wäre es die Kanzel und das alles, um als Krönung zum Versöhnungskitsch des Nathan zu gelangen“. Hätte Thea Dorn das nicht nochmal gegenlesen sollen ? Wagner lässt sich nicht beirren. „Die Unterscheidung zwischen Ernst und Unterhaltung wird weiter existieren, selbst wenn ihr der Gegenstand abhanden kommen sollte. Welcher Deutsche lässt sich schon gern sagen, dass er ein Buch liest, allein um sich zu unterhalten?“ Zum Schluss schlägt er voll bitterer Ironie vor, Lesen sollte man von der Steuer absetzen können. Eigentlich sollte man die Party jetzt verlassen. Da hilft auch kein Themenwechsel mehr. In welchem Deutschland lebt Wagner eigentlich?. Er ist doch seit 1989 in der BRD. Bleiben wir noch kurz bei ihm. Seine Beiträge unter den Stichworten „Kulturnation“ und „Wiedergutmachung“ sind kulturhistorisch informativ. Viele andere wie „Weihnachtsmarkt“, Reformation“, „Bauhaus“, „Mystik“ und „Pfarrhaus“ sind in einer merkwürdig verquälten, Ressentiment-geladenen Diktion gehalten, dass keine Lesefreude aufkommt. Der „Weihnachtsmarkt“etwa. Welches Thema wäre geeigneter, die Merkantilismus-Kritik mit der am Verlust des christlichen Glaubensbezuges zu verschwistern und das Ganze noch mit dem Bratapfelgeruch aus Kindheitstagen zu imprägnieren ? Wenn dann weiter beklagt wird, dass man sich – wo auch immer – den individuellen Weihnachtsbaumständer fertigen lassen kann, dessen Preisspanne von 24.95 bis 9999.- Euro reicht, dann ist diese Thema auch gegessen und man möchte sich weitere Kapitel von R.W. ersparen. Was hat das mit der deutschen Seele zu tun ? Außer vielleicht hinterrücks in dem Sinne, dass ein solch seelenvolles
Nörgeln nicht ganz undeutsch ist. Das zu R.W.

Thea Dorns Essays sind ganz überwiegend die reine Freude. Die Literatur- und Kulturexpertin, Theaterfrau und herausragende Mitstreiterin in Weidermanns „Literarischem Quartett“ schreibt einen glänzenden, federleichten und treffsicheren Stil. Ihre überbordenden Assoziationen und literatur- und kulturgeschichtlichen Bezüge sind fast immer geistreich und zielgenau. Nie hat man – trotz ihres immensen Wissens – das Gefühl, dass man hier zum hilflosen Zuschauer einer Bildungsparade gemacht wird. Herausragend und Essayistik auf höchstem Niveau sind etwa ihre recht umfangreichen Beiträge „Musik“ , „Arbeitswut“ „german Angst“, auch „Reinheitsgebot“ oder „Das Weib“. In „Musik“ spannt Dorn einen weiten Bogen vom spätmittelalterlichen Luther über Schütz, Bach, Mozart, Beethoven, Mendelssohn-Bartoldy, Wagner, Schöneberg bis Adorno. In souveräner, wirklich bewundernswerter Weise sind in den Faden dieser Musikergeschichte stets musiktheoretische, rezeptionsgeschichtliche und philosophische Stränge eingeflochten, die zusammengeführt erst das Phänomen Musik und ihre deutsche Spielart an die Oberfläche bringen. Was auf immerhin vierzig Seiten an kunst- und musiktheoretischen Erörterungen zwischen Thomas Mann und T.W.Adorno, Leibnitz und Schopenhauer aufgefahren wird und in konzentriert-komprimierter Art anschaulich ausgearbeitet wird, das kann man nur bewundern. Es ist mit großer Kenntnis und mit Herzblut geschrieben – das spürt man. Für mich zählt es zum Besten dessen, was an kulturanthropologischer und ideengeschichtlicher Essayistik heute zu haben ist, zumal da es fern jeder Fachsimpelei stilistisch hochelegant und lucide geschrieben ist. Eine Fähigkeit, die ihren Mitautor weit zurücklässt.

Insgesamt ein absolut spannendes, informatives Buch über deutsche Eigenarten und ihre Geschichte, dessen glänzende Beiträge von Thea Dorn die weit abfallenden von Richard Wagner mehr als wettmachen.
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