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Der deutsche Genius: Eine Geistes- und Kulturgeschichte von Bach bis Benedikt XVI. - (German Edition) Kindle Edition
- LanguageGerman
- PublisherC.Bertelsmann Verlag
- Publication date8 April 2015
- File size4141 KB
Product details
- ASIN : B00VK02QE2
- Publisher : C.Bertelsmann Verlag (8 April 2015)
- Language : German
- File size : 4141 KB
- Text-to-Speech : Enabled
- Screen Reader : Supported
- Enhanced typesetting : Enabled
- X-Ray : Not Enabled
- Word Wise : Not Enabled
- Sticky notes : On Kindle Scribe
- Print length : 1025 pages
- Customer reviews:
About the authors

When writing, Peter Watson Jenkins uses his full name because there are two successful authors in the USA one called Peter Watson and the other Peter Jenkins. He points out that the famous WWII leader, Winston S. Churchill, used his middle initial all his life after finding out there was another writer of the same name.
Peter was born and raised in Bath, England. As a young man he went from career to career: law, teaching, ministry and, after crossing the Atlantic in search of a new life, public relations, carpet sales, stock broking, financial advising, and hypnotherapy. He says that the disadvantage of wanderlust is you don't achieve as much as you could: the advantage is you are bubbling over with great ideas to write about. He has co-authored seven metaphysical books. As sole author the count is five with three more in the pipeline.

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Absolut empfehlenswert, ein Juwel.
Es bedarf wohl eines gelehrigen britischen Historikers und Wissenschaftsjournalisten um auf ca. 900 Seiten auszubreiten, dass die Deutschen eben doch ein "Volk der Dichter und Denker" waren und nicht bloß die Hunnen der Moderne, Nazi-Massenmörder und Kinderfresser.
Im 19. Jahrhundert war die Gelehrsamkeit an den deutschen Hochschulen so groß, der Ruf der deutschen Philologen, Linguisten, Historiker, aber auch gerade der Musiker, Philosophen und Architekten so ausgezeichnet, dass man in der Rückschau von einer "dritten Renaissance" sprechen kann. D.h. hier wurde nach Italien und Frankreich noch einmal mit ganz neuem Elan, Genie und Methode an die Leistungen des klassischen Altertums angeknüpft.
Auf dem Gebiet der Technologie, vornehmlich mit den neuen Erfindungen des Verbrennungsmotors, des Elektromotors, der neuen chemischen Färbemittel und der ersten tatsächlich pharmazeutisch wirksamen Medikamente, ging um die Wende zum 20. Jahrhundert das von statten, was man zurecht als die 2. Industrielle Revolution bezeichnet.
Die Deutschen hatten neben dem Utilitarismus der Angelsachsen ihre eigene Ethik, nämlich die transzendentale Ethik Kants, ihren eigenen Liberalismus, nämlich den von Humboldt, und ihr eigenes Bildungs-Konzept, ebenfalls am besten Vertreten durch Humboldt. Ja, selbst auf dem Gebiet von Anstand und Etikette, auch Benimm genannt, hatten die Deutschen ein originäres System, nämlich jenes das von Goethe inspiriert, die Menschen nicht so behandelte, wie man es selbst gerne wünschte, oder wie sie es (empirisch) verdienten, sondern nach dem "höchsten, das sie zu sein fähig" waren. Darum ist es auch bis heute in Deutschland so, dass man seinen Mitmenschen oft unbequeme Wahrheit und Kritik zumutet - man geht einfach im Sinne Goethes davon aus, dass diese darauf brennen, sie zu hören und sich zu bessern.
Das alles gelingt Watson mit einer gehörigen Portion aufrichtiger Hochachtung und Wertschätzung, ja Liebe zur deutschen Kultur. Er möchte nichts überzeichnen, gewiss auch nichts schönreden, aber er möchte das Glänzende glänzen das Große groß sein lassen, und dies gelingt ihm. Wenn man das Buch, das ungemein flüssig und interessant geschrieben ist, liest, und dann häufiger daran denkt, was im 20 Jahrhundert noch an deutscher Geschichte folgte, muss man seufzen und wird von Nostalgie und auch Schwermut gepackt - weil es so viele außerordentliche Errungenschaften, so große kulturelle Verdienste, zivilisatorisches Kapital gab, mit dem Deutschland in einem anderen Werdegang der Geschichte hätte wuchern können. Und, man muss auch dies sagen, wenn man heute auf deutsche Kultur, Wissenschaft und Gelehrsamkeit schaut, erkennt man, dass man dieses alte Deutschland, das einmal mehr war als bloß "gehobenes Mittelmaß", auch vermissen kann.
Aber ebenso wenig ist dies ein aus der Luft gegriffenes Gerücht:
Denn sie WAREN ES einmal!
Wann, wielange, wie und wieso berichtet der Brite Peter Watson humorvoll, akribisch und von seinen Landsleuten mehr gehasst als bewundert, also auch mutig, in seinem
1022 - Seiten - Werk „Der deutsche Genius“.
Eine Historie von Aufstieg und Zerfall, die vor 300 Jahren begann und in die Gegenwart hineinragt.
Ein überragendes Erklärungwerkzeug für sonst kaum mögliche historische Verhaltensweisen.
Gut geschrieben und beschrieben.