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Machtwirtschaft - nein danke!: Für eine Wirtschaft, die uns allen dient (German Edition) Kindle Edition
Wo sind die Rettungsmilliarden geblieben? Wie stopft man die Steuerschlupflöcher von Facebook und Co.? Warum dient Politik den Banken? Schick stellt die entscheidenden Fragen und ist bereit für den Angriff auf »big business« und »bad state«.
- LanguageGerman
- PublisherCampus Verlag
- Publication date13 Feb. 2014
- File size4.9 MB
Product details
- ASIN : B00GU5P856
- Publisher : Campus Verlag
- Accessibility : Learn more
- Publication date : 13 Feb. 2014
- Edition : 1st
- Language : German
- File size : 4.9 MB
- Screen Reader : Supported
- Enhanced typesetting : Enabled
- X-Ray : Not Enabled
- Word Wise : Not Enabled
- Print length : 279 pages
- ISBN-13 : 978-3593421445
- Page Flip : Enabled
- Customer reviews:
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KatmacReviewed in Germany on 5 March 20245.0 out of 5 stars Ein Buch, das jeder der die Welt verbessern will gelesen haben muss!!!
Format: HardcoverVerified PurchaseDas Buch zeigt fundiert und mit Forschungsergebnissen belegt auf, warum und inwiefern unser Wirtschaftssystem so zerstörerisch ist. Es erklärt die wirtschaftlichen Machtstrukturen und Zusammenhänge. Aber es zeigt auch auf, wie unsere Evolution, unsere Gene, unsere Psyche und unser Sozialverhalten dazu führen, dass Egoismus, Habgier und Konkurrenz alle Logik die uns zu einem besseren, Allen dienendem Wirtschaftssystem führen könnten übertrumpfen. Für mich war es ein bahnbrechhender Erkenntnis- und Bewusstseinsgewinn!
Das Buch ist wie eine Erleuchtung, endlich kann man leicht verstehen was in der Welt falsch läuft.
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sweet123Reviewed in Germany on 8 March 20145.0 out of 5 stars gut
Format: HardcoverVerified PurchaseDas Buch ist ein Geschenk, daher kann ich nicht viel über den Inhalt sagen, aber das Buch kam in super Zustand bei mir, sogar noch Originalverschweißt und der beschenkte hat sich sehr darbüer gefreut...
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Linien_ChaosReviewed in Germany on 20 February 20144.0 out of 5 stars Wichtige Einsichten in das komplexe Beziehungsgeflecht zwischen Staat, Politik und Wirtschaft
Format: HardcoverVerified PurchaseIn „Machtwirtschaft – nein danke“ greift Gerhard Schick eine bislang stark vernachlässigte Frage auf - Wer herrscht eigentlich tatsächlich in Deutschland? Seine Erkenntnis lässt sich in einem Satz bündeln: Es sind im Wesentlichen die Großkonzerne und Banken. Denen geht es nicht nur darum, immer höhere Gewinne zu erzielen, sondern auch verstärkt darum, politische Macht auszuüben.
In den ersten drei Kapiteln schildert der Autor, wie die Wirtschaft - und vor allem die Finanzmärkte - im Verhältnis zu den Volksvertretern immer mächtiger wurden. Die Ursache dafür sieht Gerhard Schick zum einen im Versagen des Staates, der sowohl als Wirtschaftsakteur, Planer und Aufsichtsbehörde scheitert (Kapitel 4). Zum anderen macht er dafür die Privilegiensuche (rent seeking) der Wirtschaft verantwortlich (Kapitel 5).
Schicks Diagnose ist fundiert und gut nachzuvollziehen, wenn er auch an der einen oder anderen Stelle übers Ziel hinausschießt. So ist für ihn die Verzögerung beim Bau des neuen Berliner Flughafens ein Zeichen dafür, dass der Staat als Wirtschaftsakteur unfähig ist. Er übersieht dabei, dass es die Komplexität von Großprojekten ist, die häufig zu Verzögerungen führt und nicht die Trägerschaft (Staat versus private Wirtschaft). Der private Flugzeugbauer Boeing lieferte seinen ersten Dreamliner mit einer Verzögerung von dreieinhalb Jahren aus. Toll-Collect, das von drei Privatunternehmen entwickelte System zur Erfassung und Abrechnung der LKW-Maut, startete mit über einem Jahr Verspätung.
Die prinzipielle Lösung des Machtproblems liegt für Gerhard Schick darin, die Wirtschaft wieder in den Dienst der Menschen zu stellen (Kapitel 6). Damit meint er vor allem, die Marktkräfte der Vielen – und nicht das Machtpotenzial der Wenigen – wieder zum Zuge kommen zu lassen. Darüber hinaus plädiert er für eine Abkehr vom Wachstumszwang und eine stärkere Ausrichtung der Wirtschaft auf soziale und ökologische Ziele, z.B. durch Stärkung von Genossenschaften. Um die Wirtschaft wieder menschengerechter zu gestalten, ist es seiner Ansicht nach nötig, eine aktivere Wettbewerbspolitik zu betreiben und die Finanzmärkte stärker zu regulieren (Kapitel 7). Zusätzlich muss staatliche Macht stärker kontrolliert werden, z.B. durch die Stärkung des Parlaments und die Einführung von Volksabtimmungen auf Bundesebene (Kapitel 8). Das Buch schließt mit einem Appell an uns Bürger, gemeinsam das Gemeinwohl zurückzuerobern.
Mit „Machtwirtschaft – nein danke“ hat Gerhard Schick, promovierter Volkswirt, MdB und finanzpolitischer Sprecher der Grünen, ein kenntnis- und faktenreiches Buch vorgelegt. Es liest sich gut und erklärt auch Kompliziertes für Nichtexperten verständlich. Schick schreibt „sine ira et studio“ (ohne Zorn und Eifer) und das selbst über Sachverhalte, bei denen „uns Bürger“ doch eigentlich die Wut packen sollte. So berichtet er z.B. über die Sozialisierung von Verlusten während der Finanzkrise ähnlich nüchtern wie ein Tagesschausprecher die neusten Arbeitsmarktzahlen verkündet: „Dieses desaströse Umverteilungsprojekt wird in einem aktuellen Buch ‚Der größte Raubzug der Geschichte‘ genannt. Nicht zu Unrecht.“ (S. 134). Ob er mit diesem eher nüchternen Stil mehr Bürger zum Mitmachen bewegen kann (was er ja will), sei einmal dahingestellt. Als Bewerbungsschreiben für einen zukünftigen Finanzminister ist das Buch allerdings nicht schlecht.
Wohltuend ist Gerhard Schicks kritische Distanz zum Berliner und Brüsseler Politikbetrieb, weniger überzeugend ist seine unkritische Haltung der eigenen Partei gegenüber. Schließlich war es die Regierung Schröder-Fischer (1998-2005), die durch Reformen des Arbeitsmarkts und der sozialen Sicherungssysteme die Umverteilung von unten nach oben beschleunigt, die den Finanzplatz Deutschland dereguliert und die nichts gegen die von ihm beklagte Privilegiensuche (rent seeking) unternommen hat. Ganz im Gegenteil, auch in dieser Zeit wurden staatlicherseits Wohltaten verteilt, nur anders eben, z.B. an die Solarbranche. Es zeigt einmal mehr, wie schwierig es für noch aktive Politiker ist, ein aufklärerisches Sachbuch über den realen Politikbetrieb zu schreiben, ohne die eigenen Parteifreunde bzw. die Basis zu verärgern.
Dennoch: Insgesamt ist „Machtwirtschaft – nein danke“ ein Buch, dem man viele Leser wünscht. Es vermittelt wichtige Einsichten in das komplexe Beziehungsgeflecht zwischen Staat, Politik und Wirtschaft und gibt interessante Denkanstöße.