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Das Inflationsgespenst: Eine Weltgeschichte von Geld und Wert Hardcover – 28 April 2022

4.7 out of 5 stars 73 ratings

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Product details

  • Publisher ‏ : ‎ ecoWing
  • Publication date ‏ : ‎ 28 April 2022
  • Edition ‏ : ‎ 2nd
  • Language ‏ : ‎ German
  • Print length ‏ : ‎ 320 pages
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3711003052
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3711003058
  • Item weight ‏ : ‎ 682 g
  • Dimensions ‏ : ‎ 15.2 x 3.3 x 21.5 cm
  • Customer reviews:
    4.7 out of 5 stars 73 ratings

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Thomas Mayer
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  • Christoph Sprich
    5.0 out of 5 stars Lesen und umsetzen - bevor uns das Inflationsgespenst das Fürchten lehrt!
    Reviewed in Germany on 2 November 2022
    Format: HardcoverVerified Purchase
    Wenn Thomas Mayer ein Buch über die Weltgeschichte von Geld und Wert vorlegt, sollte man hellhörig werden. Denn der 1954 geborene Ökonom war in seinem Berufsleben stets dort zuhause, wo über Geld und Wert entschieden wird. Seine Laufbahn führt an die Orte, an denen Geldgeschichte geschrieben wird. Ob beim Internationalen Währungsfonds in New York, bei Godman Sachs in der Finanzmetropole London, bei der Deutschen Bank in Frankfurt oder bei Flossbach von Storch, einem der größten privaten Vermögensverwalter Deutschlands.

    In den ersten Teil des Buches steigt Mayer mit einem kurzen, ideengeschichtlichen Überblick über Sichtweisen auf das Phänomen Geld ein. Nach dem Crashkurs der Wertlehre folgen Erklärungsmöglichkeiten zur geschichtlichen Entstehung von Geld. Lebendig wird die Entwicklung vom Warengeld hin zum modernen Papiergeld geschildert. Die kompakte Reise durch die Geldgeschichte macht deutlich, dass Macht über die Produktion von Geld mit einem gewaltigen Anreiz zum Missbrauch einhergeht. Ein kurzes Kapitel widmet Mayer der Entstehung der Zentralbanken. Im vierten, etwas umfangreicheren Kapitel weitet der der Autor den Blick auf globale Entwicklungen der Geld- und Wirtschaftsordnung. Mayer zeigt die Rolle der Deckung von Währungen durch Edelmetalle, u.a. anhand des Bretton-Woods-Systems der Nachkriegsära. Die Epoche des Ausstiegs vieler Staaten aus der Goldwährung ist für Flossbachs Top-Ökonom Anlass für eine kritische Auseinandersetzung mit Theorie und Praxis keynesianischen Konjunkturpolitik. Gut aufgerüstet mit theoretischer Einsicht ist der Leser präpariert für die faktenreiche Schilderung der Währungspolitik bis in die jüngste Zeit.

    Der zweite Teil des Buches beginnt mit einem Überblick über historische Währungskrisen. Sowohl die Mississippi-Blase des 19. Jahrhunderts, die folgenreiche Ausgabe von "Assignaten" unter Ludwig XVI., die verheerende Hyperinflation in Deutschland, die große Depression in den USA und schließlich auch die Subprime-Krise zeigen: Am zielsichersten kann der Kapitalismus durch die Entwertung der Währung zerstört werden (Lenin). Im sechsten Kapitel geht Mayer ausführlich auf die Probleme ein, die Währungsunionen mit sich bringen, sofern sie von souveränen Staaten gebildet werden. Erwartungsgemäß liegt der Fokus hier auf der jungen und turbulenten Geschichte der Europäischen Währungsunion. Für die EWU wurde Staatsfinanzierung immer wichtiger, die geldpolitischen Weichen sind längst in Richtung Inflation gestellt. Schicksalhaft ist für Mayer der zunehmende Hang von Staaten, ihren Bürgern Sicherheitsversprechen zu geben. Ein solcher "Versicherungsstaat", der die Lasten von Corona, Flutfolgen und Gaspreisen auf sich nimmt, gerät unausweichlich in finanzielle Notlagen und unter Inflationsdruck. Abschließend skizziert der Autor fachkundig Möglichkeiten, mit denen die Staaten Europas die Mängel des Eurosystems überwinden und Inflation bekämpfen könnten. Bestandteil einer solchen Therapie könnte, so Mayer, die Einführung einer alternativen digitalen Währung vor. Notwendig wäre freilich auch eine EU-weite harte Obergrenze für Staatsschulden. Als Anreiz für Regierungen hochverschuldeter Euro-Staaten, sich auf eine solche Restriktion einzulassen, könnte das großzügige Angebot eines einmaligen Schuldenschnitts herhalten.

    Rein äußerlich kommt das Inflationsgespenst hochwertig produziert und in ansprechendem Satz daher. Zwischen den Buchdeckeln wechseln sich Geldtheorie, Wirtschaftsgeschichte und berufliche Anekdoten aus der Finanzwelt ab. Das wirkt stellenweise unstrukturiert, doch die Vielschichtigkeit macht das Buch kurzweilig. In schwierigem Gelände belohnt Mayer sein Publikum mit Info-Boxen und gut ausgewählten Charts. Abgehängt wird der Leser, wenn der Autor Zusammenhänge und Mechanismen der Finanzmärkte allzu kompakt darstellt oder Kryptowährungen im informationstechnologischen Stechschritt präsentiert. Der in der liberalen Österreichischen Schule der Wirtschaftspolitik geschulte Blick Mayers ist ein dickes Plus des Buches. Der Autor hat sich von der reinen neoklassischen Orthodoxie emanzipiert und versteht es, dem Leser bedeutsame Unterschiede der Denkschulen zu vermitteln. Die größte Stärke Mayers ist allerdings, dass er nicht bei der Diagnose der Systemfehler des Europäischen Währungssystems stehen bleibt. Die Konstruktionsmängel des Euro, vor denen gerade österreichisch geprägte Ökonomen seit vielen Jahren warnen, sind heute für jedermann offensichtlich. Doch im Inflationsgespenst geht es erkennbar nicht um Genugtuung der geschundenen Ökonomenseele, sondern um Auswege aus der Krise. Nicht nur seine fundierten ökonomischen Einsichten qualifizieren Mayer als währungs- und finanzpolitischen Sherpa, sondern auch sein Verständnis der politischen Rahmendbedingungen und Mechanismen. Man kann dem Inflationsgespenst nur wünschen, dass es von möglichst vielen Wirtschafts-, Finanz- und Währungspolitikern gelesen wird. Und zwar, bevor uns das Gespenst der Inflation das Fürchten lehrt.
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  • Graf von Falkenstein
    5.0 out of 5 stars Die Geschichte des Geldes
    Reviewed in Germany on 2 June 2022
    Format: HardcoverVerified Purchase
    Die Geschichte des Geldes, ist die eines Betrugs des Staates an seinen Bürgern.
    Was in den frühen Jahren durch das Reduzieren des Edelmetallgehalts einer Münze, der sog. Münzverschlechterung geschah, wird nun durch ungezügelte Geldproduktion, aus dem Nichts, vollzogen.
    Dem Geldüberhang stehen immer weniger Produktivgüter gegenüber, so dass die Preise in der Konsequenz ansteigen. Letztlich endet diese Art der Geldvermehrung immer in einem Zusammenbruch der Währung und einer weitreichenden Verarmung der Bevölkerung.
    Thomas Mayer nimmt den Leser mit auf eine Zeitreise der Geldgeschichte. Vom Warengeld als Tauschmittel, bis zum "Fiat" Geldsystem unserer Tage. Hierbei beleuchtet er intensiv die Geldkrisen und Währungsreformen der Vergangenheit, ihre Entstehung und die daraus zu ziehenden Konsequenzen.
    Die Thematik ist höchst aktuell, denn nach der Aufkündigung des Goldstandards im Jahr 1971, gerät das Geldsystem, nach einem halben Jahrhundert, durch ungehemmte Geldvermehrung an seine Grenzen.
    Die Dotcom Blase der Jahrtausendwende, die Finanzkrise der Jahre 2008/2009, sowie der Coronacrash im Jahr 2020, waren Zeichen der Fragilität des bestehenden Geldsystems.
    Vorrübergehende Rettung erfuhr dasselbe durch immer größere Mengen an neu geschaffenem Geld.
    Seit der Coronakrise, steht dem massiven Geldüberhang ein, durch Deglobalisierung und die Unterbrechung der Lieferketten, reduziertes Warenangebot gegenüber, was sich letztlich in einer steigenden Konsumentenpreisinflation niederschlägt. Diese wird, allen Bekundungen zum Trotz, nicht vorrübergehender Natur sein und so läßt sich das Szenario in welches sich die Notenbanken maneuvriert haben, mit einer typischen "Lose-Lose" Situation beschreiben. Entweder es werden die Zinsen auf ein Niveau angehoben um die Inflation einzufangen. Dies hätte eine tiefgreifende Rezession zur Folge, mit hoher Arbeitslosigkeit und Konkursen. Ebenfalls wären die exorbitante Verschuldung der Staaten nicht mehr finanzierbar. Variante zwei ist das Erlauben, bzw. weiter Befeuern der Inflation, in der Hoffnung, diese werde keine untragbare Größenordnung annehmen. Der Nebeneffekt dieser "Geldverschlechterung" wäre eine graduelle Verringerung der staatlichen Schuldenstände durch die sog. "Finanzielle Repression".
    Hiermit wird deutlich, dass die so großzügig gewährten Geldgeschenke des Staates, letztlich der Bürger, über die "Inflationssteuer", sich selbst bezahlt hat. Dies ist die Vollendung des über Jahrtausende vollzogenen Geldbetrugs, welcher schleichend und erst zeitversetzt das Bewußtsein der Bürger erlangt.
    Als Sündenböcke werden gerne große Krisen oder Kriege zur Rechtfertigung der Akteure herangezogen.
    All dies klingt derzeit sehr vertraut und somit berührt Thomas Mayer mit seinem Werk eine seht aktuelle Thematik. Leider stoßen seine wohl durchdachten Reformvorschläge auf breite Ablehnung und so bleibt die wenig hoffnungsvolle Aussage von Voltaire, dass jedes Papiergeld irgendwann zu seinem inneren Wert
    zurückkehrt - null.
  • Amazon Kunde
    5.0 out of 5 stars Lohnt sich!
    Reviewed in Germany on 19 April 2025
    Format: HardcoverVerified Purchase
    Super informatives und lehrreiches Buch !
  • Hannes Kavalirek
    5.0 out of 5 stars Großartiges Buch zur Geschichte des Geldes bis zur Gegenwart
    Reviewed in Germany on 1 May 2022
    Format: Kindle EditionVerified Purchase
    Ein geniales Buch über das Geld und dessen Vermehrung und anschließender Inflation in den letzten Jahrhunderten.
    Dollar, Euro und Yen werden da keine Ausnahme sein.
    Die Notenbanken in den USA, Europa und Japan finanzieren mittlerweile die Budgetdefizite ihrer Staaten (“what ever it takes”), basierend auf den Lehren eines John Maynard Keynes, der allerdings nur eine Theorie zur Überwindung einer deflationären Abwärtsspirale entwickelt hat.
    Wie ich schon lange vermute, wurde die Inflation nach dem 1. Weltkrieg in Deutschland durch die Notenbank vorsätzlich herbeigeführt, um zu zeigen, dass die Reparationsforderungen nicht zu bedienen sind. Auch war der Staat nicht in der Lage bzw. willens soviel Steuern einzuheben, um die Gläubiger der Kriegsanleihen auszuzahlen. Das hätten die Wähler nicht hingenommen.
    Ähnlichkeiten mit der Gegenwart sind nicht zufällig.
    Gut beschrieben auch die Währungsreform nach dem 2. Weltkrieg, die Bindung des Dollars an Gold bis in die siebziger Jahre, die dann kommende Aufblähung der Notenbankbilanzen mit der Folge eines Aktienbooms ab Beginn der achtziger Jahre. Wer die kommende Krise versteht, wird wissen, wie man sich am Kapitalmarkt positionieren muss.
    Der Autor kennt die Finanzwelt aus eigener Erfahrung bei Investmentbanken. Das beste Buch zu diesen Themen, das ich bisher gelesen habe.
  • Skywalker
    5.0 out of 5 stars Das Inflationsgespenst Buch von Thomas Mayer
    Reviewed in Germany on 30 January 2023
    Format: HardcoverVerified Purchase
    Das Buch wurde sehr schnell geschickt. Der Einband ist sehr gut. Inhaltlich kann ich leider noch nichts sagen, da ich das Bauch noch nicht gelesen habe. Gemß dem Inhaltsverzeichnis dürfte es eine interessante gute Abhandlung von dem Thema sein.